Gebrauchshundesport (GHS)

Der Gebrauchshundesport hat seine Wurzeln im Diensthundewesen. Hier wurden Hunde benötigt, deren Aufgabe es war, Leib und Leben vorrangig zu schützen wie z.B. für den Polizei- und Militärdienst.

Das sah im Einzelnen so aus, dass diese Hunde flüchtige Personen verfolgen und aufspüren sollten. Der Hund sollte dabei den nötigen Gehorsam gegenüber seinem Hundeführer in allen Belangen zeigen. Er sollte jegliche Angriffe auf seinen Hundeführer durch eine kompromisslose Gegenwehr vereiteln. In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl von Prüfungen die in der Prüfungsordnung, dem Regelwerk für Gebrauchshundesport, durch die FCI verabschiedet wurde.

Darin findet sich sowohl die klassische Schutzhundprüfung wieder, die man früher noch unter der Abkürzung „SchH“ kannte und nun in „IGP“ umbenannt wurde. Die Staffelung der Prüfungsstufen von 1 – 3 haben weiterhin bestand. Sie wurden  jedoch über die Jahre hinweg entsprechend in dem Regelwerk immer angepasst.

Auch findet man in der Prüfungsordnung, die sogenannten Spezialisten Prüfungen, wie z.B. im Bereich der Fährtensuche. Hier sollen Hunde bei der konzentrierter Geruchsidentifikation in der Freifläche und auf unterschiedlichsten Gelände und Beschaffenheit in den Prüfungsstufen ihr Können bei der Nasenarbeit unter Beweis stellen.

Hunde, die nicht in der Fährte oder auf IGP Veranstaltungen geführt werden können oder sollen wurde die IBGH in den Stufen 1 – 3 geschaffen. Je nach Stufe wird die Begleithundprüfung mit Elementen der IGP gefordert. Die Grundvoraussetzung für die Teilnahme an Prüfungen jeglicher Art ist immer eine erfolgreich abgelegte Begleithundprüfung mit dem Hund.

Ein neuer Hundeführer hat zudem eine umfangreiche Sachkunde auf dem Gebiet der Kynologie in einem schriftlichen Test vor der Prüfung auf dem Platz zu erbringen. Die soziale Verantwortung gegenüber Mitmenschen, Tieren und der Umwelt sind darüber hinaus ebenfalls Bestandteil der Sachkunde Prüfung.

Bis man aber endlich an einer Prüfung teilnehmen kann, braucht es Übungszeit, Fleiß, Talent und die artgerechte Auslastung und Haltung des Hundes. Auch das Ausbildungsteam sollte als kompetente und geschulte Partner im Training stets zur Seite stehen.

Haben Hund und Hundeführer dann diese Ausbildungsbasis erlangt, alle geregelten Zulassungsbestimmungen erfüllt, steht einer Teilnahme nichts mehr im Wege. In sportlich fairen Vergleichskämpfen können sich dann Hund und Hundeführer an Regionalen Veranstaltungen bis hin zu deutschen Meisterschaften oder sogar Weltmeisterschaften messen.

Na, neugierig geworden?

Menü